Potsdam ganz nah – Brandenburgs Landeshauptstadt 30 Jahre nach der Wende

Preußenschlösser und Plattenbauten, Wissenschaft und Welterbe, Kanalsprint und Kiezkultur: Potsdam ist vielfältig, und es hat sich in den 30 Jahren seit der Wende stark verändert. Wie macht sich der Wandel jeweils im Leben der Bewohner der acht Bezirke bemerkbar? Das beantwortet die MAZ im Datenjournalismus-Projekt „Potsdam ganz nah“.

Mehr über das Datenjournalismus-Projekt „Potsdam ganz nah“ 

Entwicklung der Bevölkerung von Potsdam

Der Südwesten – Waldstadt, Schlaatz, Templiner und Teltower Vorstadt

Während die Insel Hermannswerder zu den begehrtesten Wohnlagen Potsdams gehört, gibt es gegen Schlaatz und Waldstadt viele Vorurteile. Dabei sind sie so grün wie wohl keine andere Plattenbausiedlung in Deutschland.

So entstanden die Wohngebiete in Potsdams Südwesten

Eines von ihnen gilt als „schönste Plattenbausiedlung Deutschlands“: Die südlichen Viertel der Landeshauptstadt zwischen Havel, Nuthe, Ravensbergen und der Wetzlarer Bahn wurden mitten in den Wald hineingebaut. Ihre Bewohner wissen das zu schätzen.

Das sagen die Bewohner über den grünen Süden Potsdams

Viele Leute können sich ein Leben in der Platte nicht vorstellen – andere sprechen von einem „Dorf mitten in der Stadt“. Wir haben die Potsdamer in den südlichen Stadtteilen gefragt, was ihnen an ihrer Heimat zwischen Plattenbauten gefällt und was sie stört.

Umfrage: Wie lebt es sich im Potsdamer Südwesten?

Platte oder Altbau? Kneipe oder Schlosspark? Potsdam ist vielseitig – und so sind es auch die Stadtteile. Was macht das Leben, dort wo Sie wohnen, lebenswert? Machen Sie bei unserer Umfrage mit verraten Sie uns, warum Sie Ihren Stadtteil lieben.

Waldstadt I – Ein Stadtteil im Wandel

Stadtteil der Alten? Von wegen! Wie die Waldstadt sich neu erfindet

In keinem anderen Stadtteil wohnen mehr Rentner als in der Waldstadt I. Das zeigt die Statistik. Was die Zahlen nicht verraten: Immer mehr junge Menschen entdecken den Stadtteil östlich der Heinrich-Mann-Allee für sich. Und sie teilen so manchen Traum mit alteingesessenen Bewohnern.

„Die Waldstadt ist uns sehr wichtig“

Die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ hat in den Waldstädten I und II mittlerweile mehr Wohnungen als Am Stern. Der geschäftsführende Vorstand Bodo Jablonowski erklärt, welchen Stellenwert die DDR-Großsiedlungen haben – und welche Reserven es gibt.

Quiz: Wie gut kennen Sie den Potsdamer Südwesten?

Wie viele Rentner leben eigentlich im Schlaatz, von welchen Stadtteilbewohnern werden am häufigsten die Linken gewählt – und welcher Stadtteil hat in den vergangenen Jahren die meisten Einwohner verloren? Machen Sie mit und testen Sie Ihr Kiezwissen in unserem Gewinnspiel.

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Lesen Sie digital auf MAZ+ und im E-Paper die große Serie „Potsdam ganz nah“ und lernen Sie Potsdam von immer wieder neuen Seiten kennen.

Waldstadt II - „Deutschlands schönste Plattenbausiedlung“

Nach 41 Jahren in der Waldstadt II: Umzug ausgeschlossen

Renate Goldammer war mit Familie unter den ersten Bewohnern der Waldstadt II. Im Mai 1979 bekamen sie die Schlüssel für ihre Wohnung im damaligen Anton-Fischer-Ring. Heute ist dieses Haus einer der letzten noch unsanierten Wohnblöcke im Kiez.

So sah es früher in der Waldstadt aus

Als vor über 40 Jahren die ersten Mieter in die neu gebaute Waldstadt II zogen, waren die Platten der reine Luxus. Für die MAZ-Serie „Potsdam ganz nah“ zeigen wir noch einmal die Aufnahmen von der Entstehung des Wohngebietes.

MAZ-Talk vor Ort: Besuchen Sie uns in der Waldstadt

Was bewegt die Menschen, die in Potsdam leben? Im neuen Teil unserer Serie „Potsdam ganz nah“ schreiben wir nicht nur über den Potsdamer Südwesten, sondern sind auch mit einem kleinen MAZ-Stand vor Ort und für alle ansprechbar. Kommen Sie vorbei!

Beginn und Zukunft des genossenschaftlichen Wohnungsbaus

Genossenschaftliches Wohnen in Potsdam – so funktioniert es

Fast 20 Prozent der Potsdamer Wohnungen sind im Eigentum von Genossenschaften. Die älteste Gemeinschaft ist der „Bauverein Daheim“ in der Teltower Vorstadt. Doch wie kommt man eigentlich an eine Genossenschaftswohnung? Und was sind die Vorteile? Ein Überblick.

Ein Traumhaus – für viele Familien zugleich

Die moderne Baugemeinschaft „23 Riesen“ hat in der Heinrich-Mann-Allee ein Mehrgenerationenhaus geschaffen, das Vorbild sein könnte. Denn die Bewohner aller Altersgruppen leben nicht nur in einem Haus, sondern auch miteinander. Hier kennt tatsächlich jeder jeden.

Die schrumpfende Insel der Eisenbahner

Die Kolonie Daheim sollte schon bei der Gründung als erste Baugenossenschaft der Region vor über 125 Jahren mehr als ein Zuhause sein. Einst lag sie am Stadtrand, mittlerweile drängt die Stadt immer näher an die kleine Siedlung in der Teltower Vorstadt heran.

Bevölkerungsgruppen, PKW-Anteil und Wohnfläche


Zu- und Wegzüge in den Stadtteilen seit 1994


Der Schlaatz: Besser als sein Ruf

Familie Tarnowski: „Die Community ist bereichernd“

Für sie ist der Schlaatz wie eine kleine, in sich geschlossene Stadt: Kerstin und Michael Tarnowski leben mit ihren Kindern und Haustieren im Weidenhof und können sich keinen besseren Wohnort vorstellen. Das hat vor allem mit den Nachbarn und dem multikulturellen Lebensgefühl am Schlaatz zu tun.

MAZ-Redakteur: So war meine Kindheit am Schlaatz

Von 1983 bis 1999 hat Peter Degener in der Straße Am Milanhorst gelebt – im ersten Bauabschnitt des Schlaatzes. Für die MAZ-Serie „Potsdam ganz nah“ ist er zu seinem alten Wohnhaus zurückgekehrt und hat sich dort noch einmal umgeschaut. Wo früher ringsum nur Sand war, ist längst alles dicht bebaut. Und auch sonst hat sich viel verändert.

„Große Wohnungen und Infrastruktur fehlen im Schlaatz“

Der Schlaatz wird gerne als Problemkiez beschrieben, ein Image, gegen das viele dort seit Jahren kämpfen. Einer von ihnen ist Raico Rummel aus der„Schatztruhe“, einer Einrichtung des AWO-Bezirksverbands Potsdam e.V. Im MAZ-Interview spricht er über Vorurteile, Probleme und Wünsche im Schlaatz.

„Der Schlaatz ist als Stadtteil unterschätzt“

Der Potsdamer SPD-Politiker und Landtagsabgeordnete Daniel Keller ist am Schlaatz aufgewachsen. Für die MAZ-Serie „Potsdam ganz nah“ ist er in sein altes Wohnhaus im Bisamkiez zurückgekehrt und erzählt im Video, was den Ort so l(i)ebenswert macht.

Flüchtlingsfamilien berichten: So lebt es sich im Schlaatz

Der Schlaatz hat von allen Potsdamer Stadtteilen den höchsten Ausländer-Anteil. Wie es sich als syrische, geflohene Familie im Schlaatz lebt, erzählen zwei 30-Jährige. Einer kann sich nicht beschweren und die andere klagt über Probleme im Miteinander. 

Zeitreise in den Stadtteil Schlaatz: So geht’s

„Augmented Reality“ nennt man die Technologie, sich eine andere Welt dorthin zu holen, wo man gerade steht. In unserem Projekt „Potsdam ganz nah“ können Sie es mit bekannten Orten aus der Stadt ausprobieren und mehr über ihre Geschichte erfahren.

Neue Heimat: Ankommen im Potsdamer Südwesten

Gestatten, Reni Walther, neu in der Waldstadt

Weil man sie und ihre Hunde in Berlin mit Steinen bewarf, verließ Reni Walther mit 74 Jahren ihre Heimatstadt Berlin und zog 2018 in das Brunnenviertel nach Potsdam. Mit vier Hunden und einer Katze wagte die einstige Schlagersängerin, Theaterschauspielerin und Chefreporterin in der Waldstadt den Neuanfang. Ein Abenteuer.

So lebt es sich am Uferpark in der Templiner Vorstadt

Seit drei Jahren leben Johanna und Marc Wiegand in der Wohnsiedlung Am Uferpark in der Templiner Vorstadt. Als sie vor einigen Jahren die Grundstücke am Wasser zum ersten Mal sahen, stand quasi sofort fest: Hier wollen wir leben. Für ihre drei Töchter ist die Umgebung ideal, für die Eltern auch – es gibt aber einige wenige Ausnahmen.

Woher sind die neuen Potsdamer gekommen?



Wohin sind die alten Potsdamer gezogen?



Ein Tag auf der Insel

Hermannswerderaner Insel-Geschichten

Eine Oase, ein Dorf, ein besonderer Ort: Das alles ist Hermannswerder für die Menschen, die dort wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Die MAZ hat sich auf der in den Templiner See hineinragenden Landzunge im Südwesten der Stadt umgesehen und umgehört. Ein Spaziergang voller Begegnungen. 

Die Vorstädte im Norden – Berliner Vorstadt, Nauener Vorstadt und Jägervorstadt

Villen, Kasernen und bessere Mietshäuser prägen das Potsdamer Stadtbild in der Berliner Vorstadt, Nauener Vorstadt und Jägervorstadt. Hier gibt es Exklusivität inmitten von Wasser und Grün – aber auch kaum noch alte Potsdamer unter den Bewohnern.

Damals und Heute

So haben sich die Vorstädte in Potsdams Norden verändert

Berliner, Nauener und Jägervorstadt: Sie gehören zu den exklusiven Ecken Potsdams, etliche Prominente und Wohlhabende leben hier. Viele von ihnen sind nach der Wende in die Vorstädte gekommen – und haben die Stadtteile für immer verändert.

„Nach dem Mauerfall standen die Investoren auf der Matte“

Peter von Feldmann war in den 90ern Stadtrat für Stadtentwicklung in Potsdam. Im Interview spricht er über den Wandel von Schandflecken zu Prachtbauten, das Ende der DDR-Architektur und den Skandal um die erste „Gated Community“ Deutschlands.

Frühschwimmen und Kultur: Ein Tag in den Vorstädten

Potsdam ist wohl die einzige Stadt in Deutschland, in der man morgens auf der Straße Menschen im Bademantel auf dem Weg zum See trifft und später in einem Discounter einkauft, der einen eigenen Bootsanleger hat. In den Vorstädten im Norden ist das Alltag.

Verlorene Heimat

Umfrage bei den MAZ-Lesern: Wie lebt es sich in Potsdam?

Potsdam wächst stetig, Zuzug aus dem gesamten Bundesgebiet, immer neue Wohngebiete entstehen und die Mieten steigen. Potsdam ist beliebt. Was macht das Leben in Potsdam so lebenswert? Wie sehen Sie das? Leben Sie gern in Potsdam?

Berliner Vorstadt: Von 250 DDR-Mark zu 2500 Euro Monatsmiete

Der Bevölkerungswandel in der Berliner Vorstadt war enorm nach der Wende. Straßenweise wurden alte Mietshäuser freigezogen, saniert und neu vermietet. Kaum ein Bewohner kehrte zurück – es war einfach zu teuer. Unser Redakteur hat es selbst erlebt.

„Wir haben mit Potsdam abgeschlossen“

Jahrzehntelang lebte das Ehepaar Margret und Stoyan Jonov in einer 170-Quadratmeter-Villa in der Mitte der Stadt. Als die Sanierer kamen und die Mieten stiegen, mussten sie aufs Land ziehen – und sind inzwischen froh darüber.

Neue Heimat

Wie Kai Diekmann seine Potsdamer Villa eroberte

Seit 2008 wohnt Deutschlands bekanntester Journalist, der Ex-Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, am Ufer des Jungfernsees. Ein Tipp des Springer-Vorstandschefs Mathias Döpfner verhalf ihm zu dem Anwesen in Premiumlage. Das einzige Problem: Sein Haus war besetzt.

Woher die Menschen kamen und wohin sie gingen

Sind die meisten Menschen wirklich aus dem Westen in die Berliner Vorstadt gezogen? Welche der drei Vorstädte ist am stärksten gewachsen? Und in welchen Teil des Landes sind die meisten Potsdamer von hier aus abgewandert? Wir haben die Daten für die Stadtteile seit 1994 ausgewertet.

Quiz: Wie gut kennen Sie die Vorstädte im Norden?

Was glauben Sie: Wie hat sich die Wohnfläche pro Einwohner seit dem Jahr 1994 in der Berliner Vorstadt verändert? Wie viele Autos gibt es in der Nauener Vorstadt pro Einwohner? Und wo wohnen die meisten Rentner? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.

Dageblieben

In der Berliner Vorstadt: „Es ist kein Flair mehr da“

Der Maler Alfred Schmidt ist vom Heiligen See zum Tiefen See gezogen. Inzwischen ist er einer der letzten Potsdamer, die hier leben – und wohnt in einer „Prachtstraße“, in der ihn nicht einmal die Nachbarn von nebenan grüßen, wenn man sich begegnet. 

Hier haben sich Potsdams Vorstädte verändert

Die Berliner, die Nauener und die Jägervorstadt in Potsdam haben sich nach der Wende rasant gewandelt, einige Gebäude und Gegenden sind heute kaum noch wiederzuerkennen.  Unsere Fotostrecke zeigt,  welche Orte davon besonders betroffen sind.

Im Grenzgebiet: „Ich bin hier der Letzte meiner Art“

Bodo Riek ist im Grenzgebiet an der Glienicker Brücke aufgewachsen – wer ihn besuchen wollte, musste einen Passierschein haben. Nach dem Mauerfall hat er ein Generationenhaus gebaut – und ist heute der einzige, der schon zu DDR-Zeiten dort gelebt hat.

Sehnsuchtsort

Villa Kampffmeyer: „Wenn ich zurückkehre, geht es mir gut“

Ein Mühlen-Mogul, KGB und Stasi, ein arabischer Militärattaché: Sie alle haben in der Villa Kampffmeyer, dem Prachtbau am Glienicker Horn, residiert. Eva-Maria Dähne aber hat sich dort zu Hause gefühlt. Die 76-Jährige wohnt heute in einem Plattenbau – und besucht gerne „ihr“ altes Haus. 

Der Hohenzollern-Erbe, dem nur ein Mehrfamilienhaus blieb

Bogislav von Wentzel war der Ur-Ur-Ur-Enkel von Prinz August von Preußen, Erbe einer Villa im Reiterweg – und  ein fairer, bescheidener Potsdamer Vermieter. Dabei hatte er mal dieselben Pläne wie Hasso Plattner. Vor seinem Tod hat er der MAZ seine bewegte Geschichte erzählt.

Neu gewachsen

Zu Hause am Jungfernsee: Ein Traum ist wahr geworden

Kirsten und Rolf Wissner haben sich am Jungfernsee einen Traum erfüllt und zugleich an einem Stück Potsdam mitgebaut: Sie haben am Rande des aufstrebenden Wohngebiets rund um den SAP-Campus einen Flecken Land urbar gemacht. Oder wie sie sagen: eine Lebensaufgabe angenommen.

Zeitreise in die Schiffbauergasse: So geht’s

„Augmented Reality“ nennt man die Technologie, sich eine andere Welt dorthin zu holen, wo man gerade steht. In unserem Projekt „Potsdam ganz nah“ können Sie es mit bekannten Orten aus der Stadt ausprobieren und mehr über ihre Geschichte erfahren.

Das sagt der Chef des Hotels auf dem Winzerberg über Potsdam

Mitte der Neunziger kam der Holländer Antonius Aaldering nach Potsdam, um das Hotel am Luisenplatz aufzubauen. Als ihm das Haus zu groß wurde, gründete er das Boutique-Hotel Villa Monte Vino auf dem Winzerberg. Weshalb er der Stadt treu bleibt, verrät er im MAZ-Interview.

So haben sich die Mieten in den letzten fünf Jahren entwickelt



So haben die Potsdamer bei den letzten Bundestagswahlen abgestimmt


Wie geht es weiter?

Kapitel 2: Der Südwesten (Schlaatz, Waldstadt I&II, Templiner und Teltower Vorstadt, Industriegelände, Forst Potsdam Süd) – Start am 5. Oktober
Kapitel 3:  Der Nordwesten (Bornim, Nedlitz, Bornstedt, Sacrow, Eiche, Grube, Golm)
Kapitel 4:  Das Zentrum (Nördliche und Südliche Innenstadt)
Kapitel 5: Der Südosten (Stern, Drewitz, Kirchsteigfeld)
Kapitel 6: Der Norden (Uetz-Paaren, Marquardt, Satzkorn, Fahrland, Neu Fahrland, Groß Glienicke)
Kapitel 7: Der Westen (Brandenburger Vorstadt, Potsdam West, Wildpark)
Kapitel 8: Der Osten (Babelsberg Nord und Süd, Klein Glienicke)